08 Mai Energiewirtschaft in gigantischen Dimensionen
Am Montag, dem 4. Mai, unternahm die 6ck mit Physiklehrer Irgang Klaus eine spannende Exkursion zum Verbund‑Standort in Mellach. Bereits die öffentliche Anreise mit dem Bus war Teil des gemeinsamen Ausflugs, bevor wir vor Ort sehr freundlich empfangen wurden.
Schon beim Betreten des weitläufigen Betriebsgeländes wurde klar: Hier sind die Dimensionen riesig. Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen Eindruck davon, wie sich der Standort verändert hat – von einem bereits abgetragenen Schweröl-Kraftwerk hin zu einem modernen Heizkraftwerk, das heute einen wesentlichen Teil der Fernwärme für Graz liefert. Beeindruckend war auch der Spaziergang über das Flusskraftwerk über die Mur.
Nach einer stärkenden Jause folgte ein äußerst spannender und anschaulicher Vortrag zur Energiewirtschaft. Dabei wurde thematisiert, wie und wann elektrische Energie bedarfsgerecht bereitgestellt werden muss, welche Vor‑ und Nachteile unterschiedliche Kraftwerkstypen haben und welche besonderen Aufgaben einzelne Anlagen erfüllen. Besonders interessant war die Information, dass Mellach das letzte verbleibende Gaskraftwerk im gesamten Verbund darstellt. Obwohl der Verbund bereits zu rund 94 % erneuerbare Energie erzeugt, sind die verbleibenden 6 % – eben aus Mellach – derzeit unverzichtbar, da das Stromnetz auch wetterunabhängige und notstromfähige Komponenten benötigt.
Im Anschluss ging es erneut auf das Betriebsgelände. Die Klasse konnte unter anderem Wanderfalken beobachten, das stillgelegte Kohlekraftwerk besichtigen und schließlich das Highlight der Exkursion erleben: das hochmoderne Gaskraftwerk. Dieses verfügt über genügend Leistung, um einen Großteil der Steiermark mit Strom sowie große Teile der Stadt Graz mit Wärme zu versorgen, wird jedoch nur bei entsprechendem Bedarf in Betrieb genommen, was mittlerweile recht selten ist. Umso besonderer war es, dass wir das Hochfahren des Kraftwerks miterleben durften.
Für zusätzliche Begeisterung sorgte ein besonderer technischer Helfer: „Cerberus“, ein vollautonomer Roboterhund, der selbstständig Kontrollgänge im Kraftwerk durchführt und Anlagen auf Funktion und Sicherheit überprüft. Die gigantischen Dimensionen der Anlage hinterließen einen wahrlich bleibenden Eindruck.
So wurde bei herrlichem Wetter die Exkursion zu einem vollen Erfolg. Die Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur viele technische Details kennenlernen, sondern erhielten auch wertvolle Einblicke in die teils großen Herausforderungen der Energieerzeugung und die der Energiewende.
Autor: Klaus Irgang, mit Unterstützung von Copilot


