Projektarbeiten zum Ukraine-Krieg

Geben und Nehmen

Geben und Nehmen sind zwei Seiten einer Medaille. Der eine gibt und der andere nimmt. Manchmal nimmt Nehmen das, was Geben ihm gibt, weil er es wirklich braucht und dafür dankbar ist. Manchmal nimmt Nehmen auch Dinge von Nicht-Gebern und Selbst-Brauchern, weil er es einfach will und damit den anderen traurig oder wütend machen will.
Entweder nimmt Nehmen also aus Bosheit und manchmal aus Notwendigkeit.
Gäbe es zu viel Nehmer, würde es keine Geber mehr geben, weil die Geber zu Nehmer werden, da sie nichts mehr zu geben hätten und nehmen müssen, um wieder geben zu können.

Clara M. (3fK)

 

Theater: Krieg zwischen der Ukraine und Russland

[Rollenverteilung: Europa, Ukraine, Russland]

Europa: Die Auseinandersetzungen in der Ostukraine und auf der Halbinsel Krim dauern schon einige Jahre. Der jetzige Krieg brach Mitte Februar aus, weil die Ukraine der NATO beitreten wollte.

Russland: Wir wollen die NATO nicht so nah bei uns haben.

Ukraine: Wir werden uns verteidigen.

Europa: So begann der Krieg und wir beendeten den Gashandel mit Russland, damit Russland keine Einnahmen mehr machen kann.

Russland: Wir machen einen Waffenstillstand, damit die Einwohner aus der Ukraine flüchten können.

Europa: Wir machen Spendenaktionen und bieten Unterkünfte an, um den Flüchtlingen zu helfen. Wir hoffen, es kommt zu keinem Weltkrieg.

Ukraine: Danke für Eure Hilfe.

Europa: Wir helfen gerne, deswegen schicken wir auch Waffen und Helme.

Russland: Damit kann die Ukraine uns trotzdem nicht besiegen.

Ukraine: Wir wollen keinen Krieg mehr führen, deswegen gehen wir nicht zur NATO.

Russland: Okay, dann ziehen wir unsere Panzer zurück.

Europa: Alle sind froh, dass der Krieg zu Ende ist und es nun Frieden gibt. Jetzt muss nur mehr die Ukraine aufgebaut werden.

Russland: Wir helfen dabei.

Ukraine: Danke für Eure Hilfe!

Mavie M., Lorena O., Hannah S. (3fK)

 

Krieg in der Ukraine

In einer deutschen Schule wird über den Krieg geredet.

Deutscher Schüler: Hey, habt ihr schon gehört, dass ein ukrainischer Schüler zu uns in die Klasse kommen soll?

Russischer Schüler: Boah nee, kommt mir nicht mit so einem.

Der Schüler kommt in die Klasse und die Lehrerin fängt eine Stunde später an, über den Ukraine-Krieg zu sprechen.

Ukrainischer Schüler: Es ist überhaupt nicht ok, dass die Russen uns angreifen und wir deshalb flüchten müssen.

Russischer Schüler: Ihr habt es doch verdient! Putin hat gesagt, dass ihr die Nazis bei euch leben lässt.

Lehrerin: Hört auf euch zu beleidigen!

Deutscher Schüler: Wie wäre es, wenn jemand von uns, der nicht vom Krieg betroffen ist, mal seine Meinung sagt?

Lehrerin: Ja, diese Idee finde ich gut!

Deutscher Schüler: Also ich finde den Krieg sehr unnötig, denn man könnte auch alles friedlich lösen. Außerdem beeinträchtigt dieser Krieg alle Länder.

Lehrerin: Ja, und außerdem solltet ihr euch in eurem Alter um so etwas keine Gedanken machen müssen. Oder wie findet ihr das?

Ukrainischer Schüler: Ja, ich bin auch der Meinung, aber ich lasse nicht zu, dass mich der russische Schüler noch weiter mobbt!

Deutscher Schüler: Das wäre doch machbar, oder?

Russischer Schüler: Ich bin zwar noch immer der Meinung, dass ich Recht habe, aber ich verstehe euch.

Deutscher Schüler: Wie sollen wir Kinder gute Menschen werden, wenn manche Erwachsene uns kein gutes Vorbild sein können?

Barbara G., Lana K., Leonie R., Rosa P. (3fK)

 

Ukraine-Krieg ⚔️

Am 24.Februar 2022 wachten die Ukrainerinnen und Ukrainer rund um Kiew das erste Mal mit Explosionen auf. Für die Menschen im Osten dieses Landes war dies nichts Neues, da bei ihnen seit 8 Jahren Krieg herrscht. Doch für Leute aus dem Norden, dem Süden und dem Westen kam der Krieg zum ersten Mal im 21. Jahrhundert nach Hause. Bis jetzt sind 4,5 Millionen Menschen außer Landes geflohen, Millionen von Menschen sind noch auf der Flucht. Bis zum 22. April gibt es laut den Zählungen des UN – Hochkommissariats für Menschenrechte bereits 2.528 getötete und 2.812 verletzte Menschen in der ukrainischen Zivilbevölkerung. Bis jetzt wurden 250 ukrainische Kinder getötet.

Die Republik Moldau trägt die höchste Flüchtlingslast Europas gerechnet auf die Einwohnerzahl. Dort kamen 100.000 Flüchtlinge ins Land, bei einer Einwohnerzahl von 2,6 Millionen. Die meisten Ukrainerinnen flüchteten mit ihren Kindern jedoch ins Nachbarland Polen, dort sind bis jetzt auch die meisten Flüchtlinge angekommen. Männer zwischen 18 und 60 Jahren dürfen die Ukraine nicht verlassen, da sie um ihre Heimat kämpfen müssen.

Für Kinder mit schweren Krankheiten fühlt sich der Krieg noch schlimmer an, deshalb kamen 112 kleine Ukrainer aus verschiedenen ukrainischen Regionen am 25. März nach Innsbruck. Viele Stars helfen den Flüchtlingsfamilien, der Torhüter von Paris St. Germain verwandelte sein Heimkino in einen Schlafsaal für 30 Ukrainer. Seine Frau Andrea Salas kocht für die Flüchtlinge, diese werden auch mit Kleidung versorgt.

Wegen des Krieges, den Russland mit der Ukraine führt, wurden über Russland viele Sanktionen aus dem Westen verhängt. So sind Öl und Gas mittlerweile sehr teuer geworden. Im Europäischen Parlament wurde besprochen, ob die Einfuhr von russischem Gas gestoppt werden soll. Ein paar Länder haben das auch gemacht. Da Österreich 80% von russischem Gas abhängig ist, wäre so etwas sehr schlecht für uns. Aus diesem Grund reiste Bundeskanzler Karl Nehammer in die Arabischen Emirate um als Ersatz einen Vertrag für Gaslieferungen abzuschließen. Für Polen und Bulgarien stoppte Russland die Gaslieferung, weil sie abgelehnt hatten in Rubel zu bezahlen.

Für Stahlbauunternehmen spitzt sich die Lage jetzt immer mehr zu, bei ihnen werden Materialien knapp, denn die Ukraine ist als Lieferantin kaum zu ersetzen. Der Krieg verschlimmerte auch die Nahrungsmittelkrise in Afrika.

Am Wiener Heldenplatz wurde ein Benefizkonzert veranstaltet. An diesem Abend schaltete sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj per Video dazu, bei dem er zur Sperre des Luftraumes (zum Boykott Russlands) und zum Waffenstillstand aufrief. Auch der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen und seine Frau waren dabei.

Das Interview, das russische Medien mit dem ukrainischen Präsidenten führten, ist nun in Russland verboten. Wer dort gegen den Krieg protestiert, könnte eine Gefängnisstrafe mit bis zu 15 Jahren bekommen. Schon öfters gab es Verhandlungen zwischen den beiden Ländern, doch nichts wurde beschlossen. Selenskyj sprach davon, bereit zu sein über Neutralität zu reden. Nach Angaben haben ukrainische Behörden die Kontrolle über die Region Kiew und andere Regionen wiederhergestellt. Doch russische Truppen werden beschuldigt, Kriegsverbrechen an Zivilisten in Butscha begangen zu haben, denn dort wurden nach dem Abzug der russischen Truppen Leichen von Menschen auf der Straße gefunden.

Der österreichische Bundeskanzler Nehammer besuchte am 9. April den Präsidenten Selenskyj in Kiew. Dort sprach er auch mit dem Bürgermeister von Kiew, Vitaly Klitschko, und dessen Bruder Wladimir Klitschko. In Kiew war am Vortag Ursula von der Leyen, sie besuchte auch Butscha. Ein paar Tage nach dem Besuch in der Ukraine war Karl Nehammer in Moskau bei Vladimir Putin, mit dem er ein 75-minütiges Gespräch führte. Laut Nehammer war dies kein Freundschaftsbesuch und es wurde über humanitäre Korridore gesprochen. Dem Bundeskanzler war es sehr wichtig, den russischen Präsidenten auf den Krieg und auf die Kriegsverbrechen aufmerksam zu machen.

Jetzt hat der Großangriff auf die Ostukraine begonnen, wie und wann der Krieg enden könnte, weiß keiner. Man hofft, dass so viele Zivilisten wie möglich evakuiert und gerettet werden können.

Selina C. (3fK)

 

Was wäre wenn…

Aus der Sicht von Wolodymyr Selenskyj

Ich sah ihm in seine wunderschönen dunkelblauen Augen, auf einmal klopfte es, noch einmal, immer lauter. Meine Augen öffneten sich. Schlaftrunken setzte ich mich auf und murmelte mit einer krächzenden Stimme ein ,,Herein!“ Meine Assistentin Frau Patjenko öffnete die dunkle Tür und sagte: ,,Stehen Sie auf, Sie haben ein Meeting mit der Presse.“-,, Schon wieder?“ Die ältere Dame verließ mein Zimmer, genau so schnell wie sie hereingekommen war.

Ich verließ gerade das Konferenzzimmer, als ich an einem Spiegel anhielt. Seit unserem Plan bin ich blasser geworden, dunkle Augenringe zieren mein Gesicht. Durch ein Vibrieren in meiner Hosentasche wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich holte mein Handy heraus und öffnete es sogleich. Mein Blick fiel auf die Pop-up Benachrichtigung „Vladimir“, stand in fett gedruckter Schrift dort. Ich öffnete die Nachricht und las: ,,Das war eine gute Idee von dir Wolodymyr, die Bombe wird in einer Stunde aufprallen. Wenn ich du wäre, würde ich schnellstmöglich die Ukraine verlassen. Und bleib unbemerkt.“ Ich drehte mich um und schritt schnellstmöglich zu einem Ausgang. Wohlbemerkt, ohne dass eine Person mich mit einen Blick würdigte.

,,Der Bombenangriff hat den größten Teil der Ukraine zerstört. Die Anzahl der Todesopfer ist bisher unklar. Auch der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj gilt als verschollen.“ Ich drehte mich um 90° von dem Fernseher weg, erhob mein Weinglas und blickte Vladimir in seine dunkelblauen Augen, er sprach: ,,Auf unseren Sieg!“, ,,Auf unseren Sieg!“ erwiderte ich.

Emilie P. (3fK)